Advent, Advent der Christbaum brennt

Es ist wieder Herbst und damit Zeit für eine neue Weihnachts-Anthologie mit 24 Geschichten ums Fest der Feste … und auch wir sind wieder mit dabei:

Weihnachten – das Fest der Liebe. Die Tage im Jahr, an denen die ganze Familie zusammenkommt und beim leckeren Braten harmonisch beisammensitzt … Oder wie war das?
In der Realität sieht das Ganze oft eher anders aus. Wo man hinschaut, Geschenke, die man gleich beim ersten Blick für das nächste Schrottwichteln einplant, und unterm Weihnachtsbaum herrscht schon wieder Scherbensalat. Spätestens nach dem Abendessen hängt der Familiensegen so schief, wie die selbst gesungenen Weihnachtslieder klingen. Dann heißt es statt besinnlicher Weihnachtsstimmung und Winterromantik: Katastrophenalarm!
Dieser Weihnachtsschmöker versammelt 24 Geschichten über das Chaos in der Adventszeit und an den Festtagen selbst – von Nervenzusammenbrüchen beim Plätzchenbacken und Eskalationen über der Weihnachtsgans – und zaubert dabei jedem Weihnachtsmuffel ein Lächeln ins Gesicht

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Im Lesewald unserer Grundschule

Heute bekamen wir eine wirklich freudige Überraschung in Form eines Artikels über uns aus der Feder unseres geschätzten Grundschulleiters Wolfgang Schmock. Es ist ja nicht einfach eine Frage der schriftstellerischen Eitelkeit, wenn das kreative Treiben Anerkennung findet. Sondern spielt eine extrem wichtige Rolle für die Motivation und Freude bei der Entwicklung neuer Ideen. Ganz zu schweigen vom Durchhaltewillen angesichts langer Nächte am Computer. Es ist schön zu sehen, dass ein außerordentlich kreativer Mensch wie Wolfgang Schmock dies honoriert.

Denn gerade unserer Grundschule in Röttingen fühlen wir uns in hohem Maße verbunden und das nicht nur, weil unsere Kinder dort zur Schule gingen bzw. gehen. Diese Schule zeigt in erstaunlicher Weise die Möglichkeiten, die sich uns und vor allem unseren Kindern bieten, wenn nur genügend Engagement und Fantasie zusammenkommen. Kein Wunder, dass Kerstin hier in der Mittagsbetreuung und E1NSPlus mitwirkt und Volker die digitale Seite der Schule unterstützt.

Kurz: wir freuen uns sehr und zum Link geht es hier. 🙂

 

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Unsere Kurzgeschichten bei Eden Books ….

Schon seit Sommer 2014 erscheint eine Reihe von humoristischen Anthologien bei Eden Books, bei der wir regelmäßig mit von der Partie sind. Ganz egal ob zu den Themen Schwiegermutter, Urlaub oder Elternabend, hier können wir unsere ganz eigene Sichtweise auf die Welt unter Beweis stellen. Und auf das Chaos, von dem sie beherrscht wird. Höchste Zeit also, ein bisschen davon zu berichten 🙂

 

Erschienen sind dabei bereits etliche Bände und damit haben wir es auch schon in die Spiegel Bestsellerliste geschafft …

Mehr über unsere Kurzgeschichten findet sich hier.

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Wo du auch bist

In dieser Woche ist „Wo du auch bist“ bei Amazon Publishing erschienen – Kerstins erster Psychothriller, der uns schon beim Schreiben die ein oder andere schlaflose Nacht bereitet hat 🙂

Die Historikerin Sonja ist auf der Flucht. Vor ihrem alten Leben und ihrem gewalttätigen Mann Kai. Mit Hilfe eines alten Freundes reist sie in die Beelitz-Heilstätten südlich von Berlin, um dort als Archivarin ein neues Leben anzufangen. Sie schöpft neue Hoffnung, als sie den Fotografen Jan kennenlernt. Doch mit jedem Tag werden ihr die Ruinen der ehemaligen Lungenheilanstalt unheimlicher. Um sie herum werden die Schatten tiefer und die Tage dunkler. Sonja fühlt sich beobachtet. Weil sie weiß, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der sie gut zu kennen scheint … aber kann sie ihrem Verstand noch trauen?

Hier geht’s zum Trailer:

Mehr über unsere Thriller verraten wir auf unserer Spannung-Seite Dunkle Geschichten

Wo du auch bist gibt es für den Kindle und auch traditionell auf Papier, und zwar hier.

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Operation Titanensturz

Operation Titanensturz ist beim Sieben Verlag erschienen: der dystopische Roman stellt den Auftakt einer Sci-Fi-Serie um einen desillusionierten Kriminalbeamten auf einer abgeschotteten Weltraumkolonie dar.

„Der Engel mit den flehenden Augen hatte ihn gewarnt, aber da sich Sol Cryjack aus düsteren Vorzeichen nichts mehr machte, hatte er es ignoriert. Wie üblich war er erschrocken, hatte das krankhaft bleiche Gesicht, das bis auf diese Augen leer zu sein schien, angestarrt. Die blutigen Flügel waren kaum zu sehen im Halbdunkel, doch Sol wusste aus früheren Begegnungen, dass sie da waren. Die Luft um den Engel herum flimmerte leicht, wirkte verschwommen und unklar, und mit dem Erwachen kam langsam die Erkenntnis, dass es sich um einen Traum handeln musste. Als er die Augen aufschlug, verblasste die Erscheinung.

Gleichgültig stellte er sich der täglichen Routine, reihte sich ein in den endlos erscheinenden Fluss der Arbeiter und Lohnsklaven. Seltsam, doch nicht einmal in der Mitte dieses namenlosen Flusses schien er dazu zu gehören. Wann immer er sich darüber hinwegtäuschen konnte, machten ihn die feindseligen und verstohlenen Blicke darauf aufmerksam. Wie jeden Tag ignorierte er sie und kämpfte sich in Richtung seines heutigen Einsatzortes.

Zwei Stunden später starrte Sol in das stinkende Loch und wunderte sich, woran ihn die verkohlten Hände, die sich flehend in die Höhe reckten, erinnerten. Der Gestank war unerträglich, denn wie zu erwarten war, hatten seine Nasenfilter bereits nach Sekunden ihre Funktionsfähigkeit eingebüßt.“

Operation Titanensturz ist bei Amazon erhältlich: Link

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Sherlock Holmes und der Schatten des Chronos

Wer kennt ihn nicht, den größten Detektiv aller Zeiten?

Sherlock Holmes wirft einen weiten Schatten und es ist gerade als Schriftsteller nicht einfach, in die Fußstapfen von Sir Arthur Conan Doyle zu treten. So viel wurde schon geschrieben und auch gefilmt. Die vordergründigen Klischees des Meisterdetektivs sind allzu offensichtlich und verbergen leicht die Nuancen seines Charakters. Fällt man darauf herein, wird das Ergebnis verzerrt zu einem Cartoon.

Dennoch ist jede Zeile es wert, hinabzutauchen ins viktorianische England, als man Smog noch für Nebel hielt und als Großbritannien das Zentrum der kultivierten Welt war. London übt selbst heute noch eine eigenartige Faszination aus, wie viel stärker muss es damals gewesen sein? Düstere Gassen, bevölkert von lichtscheuem Gesindel, soziale Zustände welche das schlechteste im Menschen hervorbringen. Diebe, Huren, Mörder, Bettler. Willkommen in der Welt des Sherlock Holmes.

Mein Beitrag „Sherlock Holmes und der Schatten des Chronos“ findet sich in der folgenden Anthologie:

http://www.amazon.de/Meisterdetektive-Sherlock-Holmes-das-Druidengrab/dp/3927071757/ref=pd_rhf_gw_p_t_1

 

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Kizuna: Fiction for Japan

Weißt du noch, was du am 11. März 2011 gemacht hast? Nein? Ehrlich gesagt, richtig genau weiß ich es auch nicht. Ich weiß aber, was mir damals Angst gemacht hat. Es waren die Nachrichten, Nachrichten aus Japan.

Jetzt klingelt’s oder? Die Beben, welche die Welt erschütterten und einen riesigen Tsunami auslösten, kosteten über 20.000 Menschenleben. Für viele ist das nur eine Meldung, bald abgelöst durch die nächste Schlagzeile.

Nicht so für die Kinder, die in dieser Katastrophe ihre Eltern verloren haben. Ich bin stolz und dankbar dafür, am Projekt „Kizuna: Fiction for Japan“ teilnehmen zu dürfen. „Kizuna“ heißt „Band“ auf Japanisch und genau das ist es auch. 75 Autoren aus aller Welt haben Kurzgeschichten beigesteuert, um dieses Buch wahr werden zu lassen, unter ihnen so klingende Namen wie Michael Moorcock („Elric“), John Shirley (hat an „The Crow“ mitgearbeitet), Joseph S. Pulver (zahllose Cthulhu-Veröffentlichungen), Christian Krank (der das Titelbild gezeichnet hat) und natürlich Brent Millis, der das Projekt initiiert, organisiert und umgesetzt hat.

100% der Erlöse gehen an japanische Waisenkinder, die ihre Eltern im Tsunami verloren haben. Selten hat sich eine Arbeit so gut angefühlt.

http://www.amazon.de/Kizuna-Fiction-Japan-Brent-Millis/dp/1466223170/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1335959975&sr=1-1-catcorr

 

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Temporamores

Dank der Initiative des allseits geschätzten Herausgebers Herrmann Ibendorf entstand bereits Ende 2010 der vierte Sonderband „Temporamores.“

Dieser Sonderband beschäftigt sich mit den Fantastikschaffenden aus Mainfranken und ihren Werken. Hier finden sich kreative Beiträge aus allen Bereichen der Fantastik, garniert mit einer Vielzahl von Bildern und Fotos.

Für Temporamores 4 durfte ich die Kurzgeschichte „Hinter dem Fenster“ beisteuern, deren Wurzeln bis in die televisionären Winkel meiner Kindheit zurückreichen, als die Hammer Studios noch der Inbegriff des Horrors waren.

http://www.temporamores.de/

 

 

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Aufgelesen: Max Dauthendey

„Bin allein. Bin der einzige Mensch, der lebt, der einzige, den die Welt geboren. Bin allein. Bin der einzige Gott, der lebt, Gott, der diese Welt geboren.“

Diese Zeilen stammen von dem Dichter Max Dauthendey, geboren 1867 in Würzburg, gestorben 1918 auf Java. Wie vieles, was er schreibt empfinde ich es als schön und traurig zugleich. Dauthendey scheiterte wohl am Leben, an der Realität, aber nur da. In seinem Handeln, seinen Reisen und seinen Gedichten wie Novellen war er nicht nur ein Verkünder der „Weltfestlichkeit“ sondern vor allem ein Kosmopolit. Ich muss sagen, wenn ich Gedichte von ihm lese, dann hinterfrage ich zwangsläufig unser zeitgemäßes ökonomisches Denken.

Kann man behaupten, dass jemand scheiterte, dessen Gedanken uns noch hundert Jahre später erreichen und berühren? Sind wir mit dem Urteil „gescheitert“ vielleicht auch ein bisschen zu voreilig? Möglicherweise scheitern wir selbst ja auch nicht sondern wählen unsere Ziele manchmal nur schlecht?

Vielleicht kommt die Antwort von Dauthendey selbst.

Ich habe Dir so viel zu sagen,
Ich glaub‘  nicht,  dass mein Leben reicht,
Das Leben,  das nach kurzen Tagen
Dem großen Todesschweigen weicht.

Mein Lied soll mir nie sterben gehen,
Sein Leben niemals ihm entflieht.
Wenn Herz und Atem still mir stehen,
Mein Lied noch singend vor Dir kniet.

(„Ich habe Dir so viel zu sagen“)

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Besuch der Horrere – eine nächtliche Lesung

Horrere – wie schaurig kann das schon sein? Man hat ja schon so manches gesehen, gelesen und gehört. Vielleicht beantwortet sich diese Frage von selbst nach der Lektüre dieses Textes…

Schon im Vorfeld habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Eine Lesung in einer Röhre? Und vor allem, was wird da gelesen? Schauerliches war angekündigt und das passt dann wohl auch zum vorherigen „Dracula“. Über den habe ich ja schon ausgiebig berichtet. Als es stiller wurde in der Burg Brattenstein, machte ich mich auf dem Weg durch den Paracelsus-Garten hin zur besagten Röhre. Meine Mädels begleiteten mich bis dorthin, wahrscheinlich waren sie auch ein wenig neugierig. Der Tunnel selbst war stimmungsvoll beleuchtet. Es waren nur einige Stühle um das Pult aufgestellt, aber das war auch gut so. Schließlich kommt es ja auch auf die Atmosphäre an, oder?

Noch ehe es wirklich losging, ergab es sich, dass ich mich mit Walter Lochmann kurz über die Natur des Grauens sowie den Unterschied zwischen Angst und Furcht austauschen durfte. Hochinteressantes Gespräch, das ich gerne noch vertieft hätte, aber irgendwann musste die Horrere ja anfangen 🙂

Sascha Oliver Bauer nahm Platz, genauso Walter Lochmann, und es begann. Es zeigte sich, dass mein Platz im Zuschauerraum seinen ganz eigenen, nun, sagen wir mal Charme besaß. Denn ich saß ganz hinten auf der oberen Röhrenseite, mit dem Rücken zur Öffnung. Die Akkustik war dort hervorragend. Aber irgendwie kam es von selbst, dass ich mich instinktiv umdrehen musste. Natürlich war da nichts.

Nach ein paar philosophischen Gedanken von Edgar Allan Poe, die sich mit dem vermittelbaren Grauen und dem unvermittelbaren Schrecken, z.B. eines Massentodes, beschäftigten, stieg Bauer voll ein. Das Publikum durfte verschiedenste Geschichten erleben, von händeleckenden Mördern bis zu unheilbringenden Rosen und klassischen Geistermädchen. Sensationell war der „Puppenmord“ – die alptraumhaften Schreie der Puppe wurden zu einem ganz eigenen Erlebnis.

Die Auswahl der Kurzgeschichten, von klassisch bis zeitgenössisch, war repräsentativ für die Frankenfestspiele – es gab auch hier viel für den unterschiedlichsten Geschmack.
Wir alle wissen, wie entspannend Lesen sein kann. Vorlesen ist etwas völlig anderes, weil eine glaubhafte Interpretation die Texte regelrecht „vorlebt“. So etwas kann eine physische und psychische Belastung sein. Wenn es gelingt, dann ist es reines Kopfkino, untermalt mit Musik, die einmal bewusst atonal, dann wieder verstärkend oder gar ablösend für die Worte sein kann. Ein bisschen wie ein Duett zwischen Musiker und Leser.

Neben mir stürzten immer wieder schwärmende Falter in die nahen Scheinwerfer, wo sie mit einem Knacken verendeten. Oder war es doch etwas anderes? Sicherheitshalber sah ich mich nochmal um. Nein, hinter mir war nichts.

Die Lesung ging rasant weiter. Wir hörten makabre und teils groteske Geschichten um tote Hunde und Gewaltfantasien. Das erwies sich als Abstieg in die finstersten Winkel der menschlichen Psyche. Es ist schlimm, das lebhafte Grauen interpretieren zu müssen aus Sicht der „Opferrolle“. Wie viel schlimmer ist die – scheinbar – kalte und gleichgültige Weltsicht eines kranken und perversen Geistes? Schon allein dafür verdienen die Künstler meinen Respekt. Natürlich durfte der moderne Großmeister Stephen King nicht fehlen. Sein „Schreckgespenst“, zugegebenermassen bekannt, hatte ich so aber noch nicht erlebt. Weg von Buchstaben und Seiten hin zum Kern der Geschichte. King, der sich aus meiner Sicht schon lange nicht mehr neu erfinden konnte, wurde so auf eine ganz andere Ebene gebracht.

Auch die Klassiker kamen nicht zu kurz. Wer sich beim Stichwort „Erlkönig“ nur an den Deutschunterricht erinnert, wo Goethe leiernd und lustlos vorgetragen wird während die Klassenkameraden schliefen oder sonstwas trieben, der konnte hier etwas völlig anderes erleben. Interpretiert mit dreierlei Dialogstimmen aus ein und derselben Kehle wurde das komplette Potenzial dieses Gedichtes demonstriert. Und wenn man von den Klassikern und Wegbereitern der modernen Horrorzunft spricht, darf natürlich Poe selbst nicht fehlen, mit seinem Vorzeigestück – der Rabe. (Sicherlich hätte ich gerne etwas von meinem persönlichen Helden gehört, H.P. Lovecraft, nur sprengen die besten seiner Geschichten den zeitlichen Rahmen einer solchen Veranstaltung. Pickmanns Modell interpretiert von diesen beiden, ja, das wäre was … aber ich schweife ab)

Den Abschluss bildete eine eher scherzhafte Geschichte, die Lochmann mittels einer kurzen wie bekannten Ragtime-Sequenz ausklingen ließ. Solcherart erleichtert entließen uns die Herren in die Nacht.
Ein letzter Blick nach hinten – nein, da war nichts.

*** Wer mir das mit dem Umdrehen nicht glaubt, der möge es einfach mal selbst ausprobieren. Einfach nachts mit dem Rücken vor die geöffnete Tür setzen und ein gutes Stück Schauerliteratur zur Hand nehmen. Es lohnt sich.

 

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